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flowrakisStructure - Die fraktale Organisation ()

1. Übersicht

1.1. Die Organisation gliedert sich in eine AK Plenum und maximal 6 Ressort AKs, die jeweils von einem gewählten AK-Trio (Caller, Doer und Moderator) koordiniert werden. 1.2. Das Plenum des AK Plenum ist das oberste Organisationsgremium und das Regeltreffen, an dem alle Organisationsmitglieder stimmberechtigt teilnehmen können. 1.3. Jedes Organisationsmitglied ist Mitglied mindestens eines AKs, wobei die Zahl solcher AK-Mitgliedschaften auf 2 begrenzt wird, sofern nicht anders in Einzelfällen beschlossen. 1.4. Konsent ist das universelle Entscheidungsverfahren.

2. Grundsätze

2.1. Gleichheit: Alle Mitglieder der Organisation sind gleich. Eine Hierarchie zwischen Mitgliedern oder deren Rollen gibt es nicht, alle stehen auf Augenhöhe. Es gibt keine Weisungsbefugnis, auch nicht zwischen AKs. 2.2. Offenheit: Die Organisation und ihre Arbeit untergliedert sich ausschließlich in offene AKs. Alle Treffen sind für alle Mitglieder offen, es sei denn, gibt wichtige gesetzliche Gründe für Verschlossenheit. 2.3. Gemeinsamkeit: Konsent ist das primäre und universelle Beschluss- und Wahlverfahren. 2.4. Transparenz: Alle Information sind für jeden in der Organisation zugänglich, es sei denn, es gibt wichtige gesetzliche Gründe für Vertraulichkeit. 2.5. Fokussiertheit: Beschlüsse und Wahlen werden im Sinne des Organisationszwecks und der Organisationsziele getroffen, nicht aufgrund persönlicher Präferenzen oder AK-Interessen. 2.6. Großzügigkeit: Wer Kapazitäten hat, sucht sich proaktiv passende Aufgaben. 2.7. Entpersonalisierung: Jeder versucht, so wenig wie möglich und sinnvoll von seiner Person als solches abhängig zu machen und strebt danach, prinzipiell ersetzbar zu sein. 2.8. Revisionssicherheit: Die Versionsnummer der Organisationsstruktur folgt zwingend dem unten beschriebenden Verfahren - die dreiwertige Versionierung . Alle fortlaufenden Aktualisierungen werden im Anhang protokolliert.

3. Die AKs

3.1. Allgemeines

3.1.1. Der oberste AK ist der AK Plenum (Abstimmungsebene A1 ). Er unterteilt sich inkludierend in bis zu 6 Ressort-AKs ( A2 ), wovon sich jede bei Bedarf fraktal inkludierend in bis zu 6 einfache AKs ( A3 ) unterteilen kann, usw. Mitglieder der unterteilenden AKs sind automatisch inkludierte Mitglieder der Übergeordneten AK's (Übermitgliedschaft). 3.1.2. Jeder AK besetzt jederzeit ein AK-Trio , bestehend aus AK-Caller , AK-Doer und AK-Moderator , die die flowrakis-Perspektiven von Caller, Doer und Moderator erfüllen, sowohl für den AK als auch auf dem AK-Board. Jeder AK bestimmt ihr AK-Trio per Konsent oder Hyper-Konsent selbst. Das AK-Trio organisiert und moderiert ein AK-Regeltreffen (AK-JF), an denen besonders das AK-Trio vollständig teilnimmt. Das Trio wird per Konsent-Wahl gewählt, sofern das der Wunsch eines seiner Mitglieder ist. 3.1.3. Der AK nutzt Konsent als primäres Beschluss- und Wahlverfahren. Stimmberechtigt sind alle AK-Mitglieder. Der AK kann selbstständig Beschlüsse fassen, die in ihr Aufgabengebiet fallen, sofern nicht andere Organisations-Mitglieder und/oder AK's betroffen sind. In Zweifelsfällen der Zuständigkeit oder Betroffenheiten werden Beschlüsse an die übergeordnete AK delegiert. 3.1.4. Jeder AK führt ein flowrakis-Board als offenes AK-Board zur Aufgabenkoordination, auf dem es seine gesamte Arbeit, Protokolle, Ergebnisse, Beschlüsse und Aufgaben hinreichend detailliert und transparent dokumentiert, damit diese Wirksamkeit erreichen. Alternativ nutzt sie dazu das AK-Board eines übergeordneten AKs. Die Do?-Spalte ist offen für Calls von allen Organisationsmitgliedern und wird spätestens beim nächsten AK-Regeltreffen vollständig geleert. Eine AK kann nach Bedarf beliebig viele flowrakisBoards führen. Um auf einem AK-Board-Ticket als Ticket-Caller/Doer/Moderator mitzuwirken, muss man nicht AK-Mitglied sein. 3.1.5. Die Gründung/Schließung eines AK wird von dem AK selbst oder eines übergeordneten AK beschlossen. Eine AK, die die Grundanforderungen (AK-Trio, AK-Regeltreffen) nicht erfüllen kann, wird von dem übergeordneten AK geschlossen. Das AK Board eines geschlossenen AK kann von dem übergeordneten AK übernommen und weitergeführt werden. Umgekehrt kann ein AK eines ihrer Boards zu einer neuen Unter-AK erweitern. 3.1.6. Jeder AK is offen für alle Organisationsmitglieder. Dabei kann jedes Mitglied bis zu 2 AKs direkt angehören, als Erst-Mitglied oder Zweit-Mitglied, und wird automatisch in den übergeordneten AK's inkludiert, als Übermitglied. Diese AK-Mitgliedschaften unterscheiden sich nicht in ihren Rechten und Pflichten, sondern dienen vor allem zum planbaren Priorisieren bei Ressourcen- und Termin-Konflikten. Der AK-Mitgliedschaften werden in der Info-Spalte des jeweiligen AK Boards verbindlich visualisiert und von der AK-Moderation dort gepflegt. Ein AK-Mitgliedschafts-Wechsel ist bei jedem Plenum per Ankündigung möglich.

3.2. Der AK Plenum

3.2.1. Der AK Plenum ist der oberste und zentrale AK in der AK Struktur. Sie trägt die Verantwortung für die Organisationsziele. Es gibt immer einen AK Plenum. Das Regeltreffen der AK Plenum nennt sich Plenum. 3.2.3. Der AK Plenum achtet darauf, dass die AK-Trios der Ressort-AKs ihre Aufgaben erfüllen, insbesondere dass die Ressort-AKs sich regelmäßig treffen, arbeiten und an den AK Plenum Berichten. Schenkt den Ressort AKs regelmäßig Aufmerksamkeit und handelt, wenn diese nicht hinreichend funktionieren. 3.2.4. Der AK Plenum achtet federführend auf die Organisationsentwicklung. Sie prüft immer wieder, ob die Organisation den gemeinsamen Zielen näher kommt. Sie misst das Handeln konkret an der Vision/dem gemeinsamen Ziel (achtet darauf, was gut läuft, was schlecht läuft und reflektiert Strategie und Struktur) 3.2.5. Der AK Plenum prüft und beschließt den Zuschnitt und die Zuständigkeiten der Ressort-AK's regelmäßig.

3.3. Der Ressort AK

3.3.1. Der Ressort-AK ist eine zentrale AK, deren Zweck direkt dem Organisationszweck zugeschnitten ist und sich in ihrem Namen und ihrer Aufgabenbeschreibung klar wiederspiegelt. 3.3.2. Das AK-Trio eines Ressort-AK hat eine tragende Rolle. Es wird von den AK-Mitgliedern mittels einer Großen Konsent-Wahl bestimmt. 3.3.3. Die Ressort-AK berichtet regelmäßig im Plenum und and den AK Plenum, auch über ihre etwaigen Unter-AKs.

4. Die Drei Konsent-Formen

4.1. Allgemeines

4.1.1. Konsent ist das primäre Entscheidungsfindungsverfahren für Entscheidungen, Beschlüsse und Wahlen. 4.1.2. In Einzelfällen kann auch per Konsent beschlossen werden, zur Entscheidungsfindung den einfachen oder 3/4 Mehrheitsentscheid zu nutzen. 4.1.3. Es gibt drei Konsent-Formen für Beschlüsse und Entscheidungen: die Konsent-Wahl (K3), der klassische Konsent (K2) und der Hyper-Konsent (K1). Dabei bringt K3 die höchste Entscheidungsqualität und überschreibt im Konfliktfall K2, der wiederum K1 überschreibt. Die Konsent-Wahl dient in erster Linie der kollektiven Wahl von Personalien und Rollen, während der klassische Konsent und der Hyper-Konsent eher zur Beschlußfassung gereichen. Diese Trennung ist jedoch nicht zwingend. Alle drei Formen beruhen auf dem Prinzip, dass (nur) ein schwerwiegender, konstruktiver Einwand einen Beschluß verhindert oder wiedereröffnet. Sie unterscheiden sich vor allem im Entscheidungsfindungsverfahren. 4.1.4. Konsent ist nicht übertragbar. Jedes Mitglied stimmt und spricht im Konsent ausdrücklich für sich selbst, nicht für andere. Direkte Beeinflußung des Stimmverhaltens anderer Mitglieder ist unzulässig und unehrenhaft. Dazu gehören auch Framing, Priming, gewaltvolle und nonverbale Kommunikation, wie zB Augenrollen in Diskussionen. 4.1.5. Alle Konsent-Formen können sowohl analog als auch digital mit geeigneten Tools durchgeführt und abgebildet werden, wie zB Konsensierung, sofern dies methodisch korrekt und umfassend geschieht. 4.1.6. Alle Konsent-Formen brauchen ein explizites Zeitfenster für die Entscheidungsfindung. Ist bis dahin ein Beschluss nicht gefasst, gilt er als abgelehnt. Bei einem Plenum oder AK Treffen ist das, sofern nicht anders kommuniziert, das Ende des Treffens selbst. Besonders bei digitalen oder asynchronen Konsentierungen muß mit der Beschlußvorlage eine klare und angemessene Frist kommuniziert werden, ansonsten gilt Mitternacht des Organisationssitzes als Entscheidungsfrist. 4.1.7. Alle Konsent-Formen gliedern sich in einen Konsent-Dreisprung: 4.1.7.1. Präsentation der Beschlußvorlage. 4.1.7.2. Diskussion der Beschlußvorlage. 4.1.7.3. Entscheidung der Beschlußvorlage. (iterative Amstimmung) 4.1.8. Diese 3 Schritte bei einem Konsent-Dreisprung müssen immer klar getrennt durchgeführt werden, können sich jedoch in Umfang an den Bedarf angepasst werden. 4.1.9. Treten im Nachgang eines Konsents neue schwerwiegende, konstruktiven Einwände auf, so müssen diese ebenfalls immer gehört und gelöst oder durch einen aktualisierten Beschluss integriert werden. Allerdings gilt der Beschluß solange und bis dahin weiter. 4.1.10. Ein schwerwiegender, konstruktiver Einwand verfällt, wenn er nicht als schwerwiegend zu verteidigen ist oder der/die StellerIn nicht in der Lage ist, ihn konstruktiv bis zur Lösung zu begleiten.

4.2. Der Hyper-Konsent (K1)

4.2.1. Bei dem Hyper-Konsent werden alle Zustimmungen, Enthaltungen und Einwände zeitgleich mit Handzeichen abgefragt und wie folgt signalisiert. 4.2.1.1. 🖐 5 Finger (Lead) Ich unterstütze den Vorschlag voll. Ich packe als Lead-CallerIn/DoerIn/ModeratorIn bei der Umsetzung mit an. 4.2.1.2. 👌 4 Finger (Co) Ich unterstütze den Vorschlag voll. Ich biete bei Bedarf meine Unterstützung als Co-CallerIn/DoerIn/ModeratorIn bei der Umsetzung proaktiv und solidarisch an. 4.2.1.3. 🤟 3 Finger (Bereitschaft) Ich unterstütze den Vorschlag. Ich unterstütze bei Bedarf und nach Kapazitäten. 4.2.1.4. ✌️ 2 Finger (Neutral) Ich enthalte mich. 4.2.1.5. 🖕 1 Finger (konstruktiver Einwand) Ich sehe konstruktive oder ernste Einwände, aber mein Bauchgefühl will den Beschluss nicht aufhalten. 4.2.1.6.0 Finger (schwerwiegender, konstruktiver Einwand) Ich habe einen schwerwiegenden, konstruktiven Einwand. Ich erkläre mich dazu bereit, an der Konzeption einer Alternative umfänglich mit zu arbeiten. 4.2.2. Auswertung: Wenn alle an der Entscheidung Beteiligten zwischen 1 – 5 Finger abstimmen, wird der Vorschlag von der Gruppe im Konsent angenommen und ein Beschluß gilt als gefasst. 4.2.3. Gibt es einen schwerwiegenden, konstruktiven Einwand gilt die Beschlußvorlage als in dieser Form abgelehnt.">abgelehnt. 4.2.4. Wie beim klassischen Konsent kann ein Einwand mit Hilfe der EinwandgeberIn in die Beschlußvorlage integriert und diese iterativ erneut zur Abstimmung gegeben werden.

4.3. Der klassische Konsent (K2)

4.3.1. Zwischen den 3 Runden des Dreisprunges muß in jedem Falle allermindestens eine kurze Pause liegen. 4.3.2. Im der Präsentationsrunde wird den Mitgliedern die Beschlußvorlage und ihre Hintergründe präsentiert. Im Anschluss werden Verständnisfragen, auch kritische, beantwortet - oder in die Diskussionsrunde übertragen. 4.3.3. In der Diskussionsrunde wird die Beschlussvorlage offen und und gewaltfrei diskutiert. 4.3.4. In der Einwandsrunde jeder einzelne im Kreis abgefragt mit: "Kannst Du mit diesem Beschluß leben oder plagt dich ein schwerwiegender, konstruktiver Einwand, mit dem Du nicht wirklich leben oder schlafen kannst, aber bereit bist, an einer konstruktiven Lösung mitzuarbeiten?". 4.3.5. Jeder antwortet in der Einwandsrunde mit einem einfachen neutralen "Weiter" oder mit "Ich habe einen schwerwiegenden, konstruktiven Einwand". Weitere Äußerungen werden in der Einwandsrunde unterlassen. 4.3.6. Wenn es nach der Einwandsrunde keine schwerwiegenden, konstruktiven Einwände vorliegen, gilt der Beschluß als beschlossen. 4.3.7. Gibt es jedoch solche Einwände, bemüht sich die Gruppe gemeinsam um die Auflösung der Einwände. Die EinwandgeberInnen werden der Reihe nach angehört. Daraufhin kann die Gruppe entweder die zugrundeliegenden Bedenken klären oder aber gemeinsam die Beschlussvorlage iterativ so anzupassen, das der Einwand zufriedenstellend beantwortet wird. Mit einer angepassten Beschlussvorlage kann die Einwandsrunde umgehend wiederholt werden.

4.4. Die Konsent-Wahl (K3)

4.4.1. Alle AK-Mitglieder erhalten zur Wahl einer Rolle (AK-Caller/AK-Moderator/AK-Doer) einen Wahlschein von einem vom AK-Trio vorgeschlagenen und per kleinem Konsent bestätigten Wahlleiter. 4.4.2. Das Wahlleiter stellt die zu besetzenden Rollen und ihre Anforderungen wertschätzend vor. 4.4.3. Alle Mitglieder schreiben zu Beginn einer Vorschlagsrunde zeitgleich ihren Namen und ihren Vorschlag auf einen Wahlzettel. 4.4.4. Der Wahlleiter liest diese vor. Jedes Mitglied begründet seine Wahl wertschätzend. 4.4.5. Der Wahlleiter fragt, ob jemand seine Meinung geändert hat oder nicht gewählt werden möchte. Wenn ja, wird die Vorschlagsrunde wiederholt. 4.4.6. Der Wahlleiter macht basierend auf der Auszählung der Vorschlagsrunde eine Wahlvorschlag. 4.4.7. Der Wahlvorschlag selbst wird mit klassischem Konsent (K2) entschieden. Dabei darf es keine schwerwiegenden Einwände aus persönlichen Präferenzen geben, sondern nur am gemeinschaftlichen Ziel begründbare.

5. Der Beschluss

5.1. Ein Beschluss ist eine formale und verschriftlichte Entscheidung eines AK. Ein Beschluss ist bindend für alle AK-Mitglieder und Unter-AKs. Der Beschluss wird per Konsent und im Konsent-Dreisprung Präsentation-Diskussion-Entscheidung gefasst. Beschlüsse werden im Ergebnisprotokoll des beschließenden Treffens dokumentiert und vom Protokollanten dort im Wortlaut vorgelesen, um Wirksamkeit zu erhalten. 5.1.2. Beschlussform: Es gibt drei Formen von Beschlüssen, in steigender Beschlusskraft: Einfache Beschlüsse (D1), normale Beschlüsse (D2) und Grundsatzbeschlüssse (D3). Beschlüsse mit höherer Beschlusskraft überschreiben andere im Konfliktfall. Bei Konfliktfällen mit gleicher Beschlußkraft überschreiben Beschlüsse mit höherer Abstimmungsebene (A1/A2/A3) die anderen. 5.1.3. Ein strategischer Grundsatzbeschluss (D3) wird nur im Großen Konsent beschlossen und wird in einem organisationsweiten Grundsatzbeschlusskatalog verschriftlicht. Dabei liegt zwischen den drei Schritten mindestens eine Nacht. Die Grundsatzbeschlussvorlagen sind dabei von allgemeiner und normativer Formulierung, Fokus und Character. Sie dienen vor allem langfristigen strategischen Entscheidungen. 5.1.4. Ein taktischer, organisatorischer Beschluss (D2) kann kann auch mit Hyper-Konsent beschlossen werden und wird in einem AK-Beschlussdokument festgehalten werden. Die Beschlußvorlage muß vor dem Beginn des beschließenden Treffens ausformuliert und mit zetilich angemessenem Vorlauf vorliegen. 5.1.5. Ein operativer, schneller Beschluss (D1) kann auch mit Hyper-Konsent beschlossen werden. Ein Einfacher Beschluß wird in dem Ergebnisprotokoll des Treffens desselben dokumentiert. Operative Beschlüsse haben eine spezifische und angewandte Formulierung, Fokus und Charakter. 5.1.6. Treten im Nachgang eines Beschlusses neue schwerwiegende, konstruktiven Einwände auf, so müssen diese, wie bei allen Konsentierungen, ebenfalls immer angemessen zeitnah gehört und gelöst oder durch einen aktualisierten Beschluss integriert werden. Allerdings gilt der Beschluß solange und bis dahin weiter.

6. Die Lebendige Versionierung ()

6.1. Die lebendige Versionierung ist ein wichtiges evolutionäres Instrument einer agilen und fraktalen Organisation oder einer dezentralen Kollaboration. Mit Ihr können umfangreiche und zentrale Dokumente, wie zb Beschluss-Dokumente einer Organisation, Manifeste, Verträge und sonstige Regelungen transparent und hochaktiv als lebendiges Dokument geführt werden, das zeitnah und frequent angepasst werden kann, ohne etwa Betroffene und Beteiligte mit der Aktualisierungsgeschwindigkeit direkt zu überfordern. Denn diese können schon mit einem Blick an der semantisch strukturierten Versionsnummer abschätzen, ob und wie umfassend sie die Aktualisierungen eines Dokumentes zeitnah nachvollziehen sollten oder nicht. 6.2. Die VersionsKennung (zB !1.0.0.de-DE~) ist immer eindeutig und unveränderlich. Sie kennzeichnet einen festen Stand eines Dokumentes und setzt sich aus 4 einfachen Bestandteilen zusammen: Sie beginnt mit einem Ausrufezeichen, dem VersionsOperator (!), dicht gefolgt von der VersionsNummer (zB 1.0.0), der Fassung (zb de-DE) und abschließend optional dem FlowOperator (~). 6.2.1. Der VersionsOperator markiert den Beginn einer VersionsKennung. Es ist immer ein Ausrufezeichen (!), sofern dies technisch möglich ist. 6.2.2. Die VersionsNummer besteht nur aus Ziffern und Punkten. Sie Unterteilt sich in mindestens 3 Versionsschrittzähler. 6.2.3. Die Fassung besteht nur aus lateinischen Buchstaben und Bindestrichen. Sie kennzeichnet eine Variation oder Edition einer VersionsNummer. So würde man in der Schwesterversion !1.0.0.en-UK eines deutschen Buches !1.0.0.de-DE den identischen Inhalt in englisher Sprache erwarten. 6.2.4. Der FlowOperator kennzeichnet den Fluss der Zeit. Wenn dieser angehängt ist, ist der Stand des Dokumentes in aktiver Bearbeitung und kann sich jederzeit ändern. Das Dokument solange gilt als unfertig. 6.2.5. Die Versionskennung wird, soweit möglich, immer auf und in dem Dokument gesetzt und aktuell gehalten. Bei einer Datei gehört sie also in den Dateinamen und auf das Deckblatt des Dokumentes. 6.3. Die initiale Versionsnummer lautet immer 0.0.0. 6.4. Eine Erhöhung der Versionsnummer erfolgt dann und nur dann, wenn sich der versionierte Inhalt geändert hat. 6.5. Die lebendige Versionsnummer wird immer nur durchgänig und genau um einen Versionsschritt in genau einem der drei Versionsschrittzähler erhöht, sowie alle nachfolgenden Versionsschrittzähler auf Null gesetzt. Zum Beispiel: Auf die Version !0.1.2 können nur die kanonischen Versionen !0.1.3, !0.2.0 oder !1.0.0 folgen. 6.6. Ein Versionsschritt im dritten und hintersten Versionsschrittzähler ist immer ein Anpassungsschritt.">Anpassungsschritt. Er bedeutet, dass in einem kleinerem Umfang Formulierungen und Formatierungen angepasst, korrigiert, reformatiert, optimiert oder etwa präzisiert, aber nicht in ihrer Bedeutung verändert wurden. Die Neue Version ist voll kompatibel mit der vorhergehenden Anpassungsstufe . 6.7. Ein Versionsschritt im zweiten und mittleren Versionsschrittzähler kommuniziert immer einen im Umfang überschaubaren Entwicklungsschritt.">Entwicklungsschritt. Eine solche Versionsstufe kommuniziert, dass der Inhalt sich signifikant weiterentwickelt hat. In seinen wesentlichen Zügen ist er zur vorhergehnden Entwicklungsstufe jedoch gleich und kompatibel geblieben. So können zB neue Inhalte hinzugefügt worden sein, die in der Regel keine anderen wesentlichen Inhalte überschreiben oder ihnen wiedersprechen. 6.8. Ein Versionsschritt im ersten und vordersten Versionsschrittzähler signalisiert einen großen bis umfassenden Generationsschritt . Ab einer Generationsstufe von !1.0.0 wird dieser schritte immer zwingend vorgenommen, sobald Kompatibilität zur vorhergehenden Generationsstufe nicht mehr gegeben ist, weil die Änderungen zu umfassend sind, oder sich das Wesen des Dokumentes grundelgend geändert hat. 6.9. Eine Versionsnummer unter zwischen !0.0.0 und unter !1.0.0 gilt als Vorversion die nicht zum produktiven Einsatz empfohlen ist. Bei solch einer Vorversion wird der Generationszähler nicht erhöht, da er sich in einem frühen und experimentellen Stadium ständig ändern könnte. 6.10. Ab einer Versionsummer !1.0.0 gilt ein Dokument als prinzipiell produktiv Einsetzbar, unter Vorbehalt der mitgelieferten Lizenzen und Vereinbarungen. 6.11. Es sind immer mindestens 3 und beliebig viele Versionsschrittzähler setzbar. Eine kanonische Version hat immer genau 3 solcher Versionsschrittzähler. Ab der vierten Stelle jedoch, wie zB in !1.0.0.4., folgen sie keiner allgemeinen, sondern allenfalls proprietärer Bedeutung. Sie sind dann zB praktisch, wenn schnell eine neue Version fixiert und gekennzeichnet werden muß, aber die lebendige Bewertung im Sinne von .6,.7 und .8 nicht so schnell geleistet werden kann oder soll. Sie sind demnach im produktiven Einsatz zu meiden bzw nicht ohne zusätzliche Begründung - wie zB "brandlöschender Hotfix" - zu verwenden.