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Die Lebendige Versionierung ()

1. Die lebendige Versionierung ist ein wichtiges evolutionäres Instrument einer agilen und fraktalen Organisation oder einer dezentralen Kollaboration. Mit Ihr können umfangreiche und zentrale Dokumente, wie zb Beschluss-Dokumente einer Organisation, Manifeste, Verträge und sonstige Regelungen transparent und hochaktiv als lebendiges Dokument geführt werden, das zeitnah und frequent angepasst werden kann, ohne etwa Betroffene und Beteiligte mit der Aktualisierungsgeschwindigkeit direkt zu überfordern. Denn diese können schon mit einem Blick an der semantisch strukturierten Versionsnummer abschätzen, ob und wie umfassend sie die Aktualisierungen eines Dokumentes zeitnah nachvollziehen sollten oder nicht. 2. Die VersionsKennung (zB !1.0.0.de-DE~) ist immer eindeutig und unveränderlich. Sie kennzeichnet einen festen Stand eines Dokumentes und setzt sich aus 4 einfachen Bestandteilen zusammen: Sie beginnt mit einem Ausrufezeichen, dem VersionsOperator (!), dicht gefolgt von der VersionsNummer (zB 1.0.0), der Fassung (zb de-DE) und abschließend optional dem FlowOperator (~). 2.1. Der VersionsOperator markiert den Beginn einer VersionsKennung. Es ist immer ein Ausrufezeichen (!), sofern dies technisch möglich ist. 2.2. Die VersionsNummer besteht nur aus Ziffern und Punkten. Sie Unterteilt sich in mindestens 3 Versionsschrittzähler. 2.3. Die Fassung besteht nur aus lateinischen Buchstaben und Bindestrichen. Sie kennzeichnet eine Variation oder Edition einer VersionsNummer. So würde man in der Schwesterversion !1.0.0.en-UK eines deutschen Buches !1.0.0.de-DE den identischen Inhalt in englisher Sprache erwarten. 2.4. Der FlowOperator kennzeichnet den Fluss der Zeit. Wenn dieser angehängt ist, ist der Stand des Dokumentes in aktiver Bearbeitung und kann sich jederzeit ändern. Das Dokument solange gilt als unfertig. 2.5. Die Versionskennung wird, soweit möglich, immer auf und in dem Dokument gesetzt und aktuell gehalten. Bei einer Datei gehört sie also in den Dateinamen und auf das Deckblatt des Dokumentes. 3. Die initiale Versionsnummer lautet immer 0.0.0. 4. Eine Erhöhung der Versionsnummer erfolgt dann und nur dann, wenn sich der versionierte Inhalt geändert hat. 5. Die lebendige Versionsnummer wird immer nur durchgänig und genau um einen Versionsschritt in genau einem der drei Versionsschrittzähler erhöht, sowie alle nachfolgenden Versionsschrittzähler auf Null gesetzt. Zum Beispiel: Auf die Version !0.1.2 können nur die kanonischen Versionen !0.1.3, !0.2.0 oder !1.0.0 folgen. 6. Ein Versionsschritt im dritten und hintersten Versionsschrittzähler ist immer ein Anpassungsschritt.">Anpassungsschritt. Er bedeutet, dass in einem kleinerem Umfang Formulierungen und Formatierungen angepasst, korrigiert, reformatiert, optimiert oder etwa präzisiert, aber nicht in ihrer Bedeutung verändert wurden. Die Neue Version ist voll kompatibel mit der vorhergehenden Anpassungsstufe . 7. Ein Versionsschritt im zweiten und mittleren Versionsschrittzähler kommuniziert immer einen im Umfang überschaubaren Entwicklungsschritt.">Entwicklungsschritt. Eine solche Versionsstufe kommuniziert, dass der Inhalt sich signifikant weiterentwickelt hat. In seinen wesentlichen Zügen ist er zur vorhergehnden Entwicklungsstufe jedoch gleich und kompatibel geblieben. So können zB neue Inhalte hinzugefügt worden sein, die in der Regel keine anderen wesentlichen Inhalte überschreiben oder ihnen wiedersprechen. 8. Ein Versionsschritt im ersten und vordersten Versionsschrittzähler signalisiert einen großen bis umfassenden Generationsschritt . Ab einer Generationsstufe von !1.0.0 wird dieser schritte immer zwingend vorgenommen, sobald Kompatibilität zur vorhergehenden Generationsstufe nicht mehr gegeben ist, weil die Änderungen zu umfassend sind, oder sich das Wesen des Dokumentes grundelgend geändert hat. 9. Eine Versionsnummer unter zwischen !0.0.0 und unter !1.0.0 gilt als Vorversion die nicht zum produktiven Einsatz empfohlen ist. Bei solch einer Vorversion wird der Generationszähler nicht erhöht, da er sich in einem frühen und experimentellen Stadium ständig ändern könnte. 10. Ab einer Versionsummer !1.0.0 gilt ein Dokument als prinzipiell produktiv Einsetzbar, unter Vorbehalt der mitgelieferten Lizenzen und Vereinbarungen. 11. Es sind immer mindestens 3 und beliebig viele Versionsschrittzähler setzbar. Eine kanonische Version hat immer genau 3 solcher Versionsschrittzähler. Ab der vierten Stelle jedoch, wie zB in !1.0.0.4., folgen sie keiner allgemeinen, sondern allenfalls proprietärer Bedeutung. Sie sind dann zB praktisch, wenn schnell eine neue Version fixiert und gekennzeichnet werden muß, aber die lebendige Bewertung im Sinne von .6,.7 und .8 nicht so schnell geleistet werden kann oder soll. Sie sind demnach im produktiven Einsatz zu meiden bzw nicht ohne zusätzliche Begründung - wie zB "brandlöschender Hotfix" - zu verwenden.